Zukunft sichern mit Ressourcenproduktivität

Was ist wichtiger: Wasser oder Internet? Diese einfache Frage am Beginn des „Wasserdialoges 2018“, den ich auch in diesem Jahr wieder moderierte, machte klar, wie die Prioritäten zu sehen sind. Ohne Wasser ist alles nichts. Wasser ist Leben. Wir alle haben uns umgeben von Wasser entwickelt und können ohne Wasser nicht existieren.

Nicht zuletzt der diesjährige Hitzesommer mit viel zu wenig Regen für Natur und Landwirtschaft hat das eindrücklich gezeigt.

Es war mir eine besondere Freude, dass zum diesjährigen Wasserdialog einer der 100 einflussreichsten Denker der Welt gekommen ist, Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Naturwissenschaftler und unermüdlicher Kämpfer für Nachhaltigkeit sowie Ko-Präsident des „Club of  Rome“, der ja schon 1972 auf die „Grenzen des Wachstums“ hingewiesen hat.

Seitdem hat sich zwar im lokalen Umweltschutz der Industrienationen einiges verbessert, aber zu wenig im globalen Rahmen. Der gnadenlose Wettbewerb verbunden mit einem meist nur kurzfristigen Denken laugt die Erde weiter aus und es bedarf dringend einer „Ressourcenproduktivität“, um gemeinsam möglichst ohne weitere Katastrophen überleben zu können.

Industrie, Gebäude, Verkehr und Landwirtschaft sind die großen Treiber, die zum Umdenken beitragen müssen, darauf verwies auch der Gastgeber des Tages Laurent Hequet, Geschäftsführer Veolia Deutschland GmbH und Leiter Geschäftsbereich Wasser.

Aktuell ist deren Thema, wie man selbst Klärschlamm noch nachhaltig verwerten kann und Phosphor zurückgewinnen sowie die Nitratbelastung des Grundwassers verringern und Wasser wiederverwenden. Wie das alles in Zukunft umgesetzt werden kann, erörterten Dr. Matthias Staub Geschäftsführer TVF Waste Solutions und zusätzlich Leiter „Vertrieb OEWA Wasser und Abwasser GmbH“ sowie Dr. Markus Biegel, Leiter „Technische Dienste OEWA Wasser und Abwasser GmbH“.

Munter wurde es dann in der Podiumsdiskussion, weil Eva Ullmann, die Gründerin und Leiterin des „Deutschen Instituts für Humor“, immer wieder eine Perspektive einnahm, die bei allem Ernst der Sache zum Schmunzeln anregte. Und mit Begeisterung und Leidenschaft geht nun einmal alles besser, wie die Hirnforschung längst nachgewiesen hat.

Inspirierend waren auch die Beiträge von Martin Weyand, Mitglied der Hauptgeschäftsführung im Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und Leiter des Bereich „Wasser und Abwasser“.

Er erklärte, dass noch sehr viel mehr nach dem Verursacherprinzip Verantwortung übernommen werden muss, z.B. die Medikamentenhersteller für die Belastungen des Trinkwassers.

Oder Dr. Helmar Rendez, Vorstandsvorsitzender der Lausitz Energie Bergbau AG und Lausitz Energie Kraftwerke AG, der sich mit dem Auslaufmodell Kohle, die ja auch viel Wassermanagement verlangt, der Herausforderung Strukturwandel und Erhalt von Arbeitsplätzen stellen muss.

Wie das alles gehen kann? Wie wir zu einer ökologischen Ökonomie gelangen und so zu einem guten Leben?

Die Humortrainerin würde sagen: Mit Humor gelingt’s! Eben als Würze zu aller Sachkompetenz und für jedes Engagement.

https://www.veolia.de/wasserdialog