Wissenschaftsjahr

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ARBEITSWELTEN DER ZUKUNFT

Digitalisierung, alternative Beschäftigungsmodelle und die Weiterentwicklung der künstlichen Intelligenz und Robotik – das alles wird unsere Arbeitswelten prägen und verändern. Dadurch entstehen neue Chancen z.B. für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, aber auch Herausforderungen. Denn wie machen wir uns fit für diese Veränderungen? Darum ging es auf der Abschlussveranstaltung des vergangenen Wissenschaftsjahres, die ich mit großer Freude moderierte.

Die Wissenschaftsjahre des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gibt es seit dem Jahr 2000. Sie widmen sich zusammen mit “Wissenschaft im Dialog“ relevanten Zukunftsthemen, die für die Gesellschaft bedeutsam werden und für die bereits heute die Weichen gestellt werden müssen. Am Beginn stellte Christian Luft, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und davor im Bundeskanzleramt zuständig für Sozial-, Gesundheits-, Arbeitsmarkt-, Infrastruktur- und Gesellschaftspolitik nochmal die Relevanz des Themas in den Mittelpunkt.

Ein erster Höhepunkte war dann die Preisverleihung zur Jugendaktion “Entdeckt Berufe im Wandel“. Die zielte darauf ab, dass sich Schulen und Jugendgruppen kreativ mit den zukünftigen Arbeits- und Ausbildungswelten auseinandersetzen. 300 Jugendliche aus 11 Bundesländern beteiligten sich.

Unterstützt wurde das Ganze durch Jutta Kruft-Lohrengel, Vorstandsmitglied des DIHK und seit 2013 auch Präsidentin der IHK Essen, Mühlheim an der Ruhr und Oberhausen und zugleich Inhaberin und Geschäftsführerin des Autohauses Kruft, das 1958 als Tankstelle begann und heute 68 Mitarbeitende hat, davon 14 Azubis.

Engagiert eingebracht hat sich hier zudem Wilhelm Hülsdonk, Mitglied des ZDH-Präsidiums und zugleich Bundesinnungsmeister des Zentralverbandes des Kraftfahrzeughandwerks sowie selbständiger Kfz-Meister und KfZ-Unternehmer im „autoZentrum Stevens & Hülsdonk GmbH“.

Wie sich Arbeit und Ausbildung weiter denken lassen und wie wir unsere Ausbildungsinhalte darauf ausrichten, war dann auch Thema in der Podiumsdiskussion mit Kornelia Haugg, seit 2006 Leiterin der Abteilung „Allgemeine und berufliche Bildung, Lebensbegleitendes Lernen“ im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).    Auch Natalie Wiedemer, Lehrkraft an der Wilhelm-von-Humboldt-Gemeinschaftsschule in Berlin und Tim Kathmann, Auszubildender zum Industriekaufmann und Berufsschüler an der Beruflichen Schule Kreis Stormarn lieferten praxisnahe Impulse.

Die Podiumsdiskussion fußte dabei auf drei thematischen Säulen:

  • „Der Faktor Mensch“: Wie verändern Technologien die Arbeitswelt, wie wandeln sich die Ausbildungsinhalte und welche neuen Anforderungen kommen auf die Berufseinsteiger von heute und morgen zu?
  • „Berufliche Bildung und lebenslanges Lernen“: Welche Anforderungen stellt die Arbeit der Zukunft an die Jugendlichen von heute? Welche Kompetenzen gilt es zu erwerben?
  • „Die Rolle von Wissenschaft und Politik“: Was ist zu tun, um Berufseinsteigern den bestmöglichen Start in die Arbeitswelten der Zukunft zu sichern?

Danach ging es in die Abendveranstaltung zunächst mit einem Gespräch mit Prof. Wolf-Dieter Lukas, seit 2005 Leiter der Abteilung „Forschung für Digitalisierung und Innovationen“ im Bundesministerium für Bildung und Forschung, der verschiedene Termine im Wissenschaftsjahr zu Arbeitswelten der Zukunft begleitet hat.

Er überreichte dann mit mir die Auszeichnungen für die zweite Preisverleihung zur Mobilisierungsaktion „Klingt nach Teamwork“, bei der Beschäftigte aufgefordert waren, gemeinsam zu singen, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken, die Zusammenarbeit zu verbessern und Stress am Arbeitsplatz abzubauen.

An dieser bundesweiten Mitmach- bzw. Mitsing-Aktion „Klingt nach Teamwork“ haben sich an die 5000 Singende aus 14 Bundesländern beteiligt. Und in der Jury wählte unter anderem Dr. Eckhart von Hirschhausen die Preisträger mit  aus.

Von der Krankenkasse übers Forschungszentrums, vom  Hotel-Restaurant bis hin zu den „Putzhelden“ reichten die Gewinner und die Gesangseinlagen per Video zu sehen war einfach köstlich.

Gekrönt wurde der Abend dann vom Event-Jongleur Christoph Rummel, der es auf faszinierende Weise verstand, die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt mit seiner Jonglage zu verbinden.

Schlussendlich folgte der Ausblick auf 2019 und die Staffelstabübergabe an das neue Wissenschaftsjahr zum Thema „Künstliche Intelligenz“. Es bleibt also äußerst spannend!