Welt im Wandel

Berührung – ein Austausch, der unter die Haut geht

Unsere Haut hat Hunger nach Berührung
und Berührungslosigkeit macht einsam und krank. Doch mal ehrlich, wen streicheln wir öfter – unser Smartphone oder ein menschliches Gegenüber?
Darüber und über ihr Buch zum Thema „Berührung“ sprach ich mit Prof Bruno Müller-Oerlinghausen und Gabriele Kiebgis in der Sendung für „Welt im Wandel“.
Unsere Haut ist ein Ausdrucksorgan, was sich zeigt, wenn wir rot werden vor Ärger oder Scham, wenn wir zittern oder erbleichen vor Furcht oder eine Gänsehaut bekommen. An unserem Körper lassen sich für geschulte Augen sogar unsere Lebensgeschichte und unser Lebensgefühl ablesen.
Unser Körper bzw unsere Haut sind aber auch Empfangsorgane. Berührung und Massagen können uns viel Wohlbefinden verschaffen und sogar heilsam sein. Die Qualität und Empfindsamkeit der Berührung sind hier entscheidend.
Schon Kinder begreifen, indem sie etwas berühren, anfassen oder abtasten.
Und was unter Tieren noch praktiziert wird, nämlich dass zum Beispiel Katzenmütter ihre Babys intensiv lecken (80% der gemeinsamen Zeit), scheint uns Menschen mehr und mehr verloren zu gehen.
Wir erleben berührungsarme Zeiten gegen die wohl auch Massageroboter nicht helfen.
Mehr zu diesem Thema in meiner Gesprächsreihe bei „Welt im Wandel“.