Moderation zur EU

Copyrights: ©Vertretung EU-Kommission Berlin, 2019

 

Moderation zur Europäischen Union

In wenigen Tagen ist die Wahl zum Europäischen Parlament und das sollte uns nicht egal sein, denn das vereinte Europa ist ein großes Geschenk.

Schaut man sich jedoch die Stimmungslage und Berichterstattung zu Europa an, scheint das Bewusstsein dafür verloren zu gehen.

Ich als Kind der DDR, die noch die Mauer erlebt hat und Unfreiheit und knallharte Grenzen, bin sehr froh, dass wir heute ein freies und offenes Europa haben. Dazu gehört auch Arbeitnehmerfreizügigkeit. Hundertausende Deutsche nutzen sie und leben und arbeiten für eine gewisse Zeit innerhalb der EU. Genauso wie hunderttausende EU-Bürgerinnen und -Bürger gern nach Deutschland kommen, um sich hier eine Existenz aufzubauen. Das bringt Vielfalt und auch Fachkräfte und auch Menschen, die bereit sind, Arbeiten zu übernehmen wie in der Pflege oder auf dem Bau oder im Krankenhaus. Diese Einwanderer stärken ganz klar unsere Wirtschaftskraft.

Natürlich läuft dabei nicht alles reibungslos: Der Wohnungsmangel in attraktiven Großstädten bringt kriminelle Geschäftemacher dazu, marode Immobilien für Wucherpreise zu vermieten. Dazu kommen manchmal unmenschliche Arbeitsbedingungen, mangelnde Gesundheitsversorgung oder fehlender Zugang zu sozialen Leistungen.

Über all das bin ich in der Berliner Repräsentanz der EU unter der Überschrift „Leben & Arbeiten – EU-Einwanderer in Deutschland“ mit der  Staatsministerin Annette Widmann-Mauz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration bei mehreren Podiumsdiskussionen mit Vertretenden der Migrantenorganisationen, mit Sozialpartnern und Wohlfahrtsverbänden und dann auch mit dem Publikum in einen sehr lebendigen Austausch gekommen.

„Ankommen in Deutschland – und dann…?“ sowie „Gesellschaftlich und politisch integriert in 2040?“ waren die wesentlichen Schwerpunkte.

Wir brauchen kein Europa der Abschottung und dürfen das Thema nicht den Populisten und Nationalisten überlassen.