Moderation zum Thema „Zukunft durch Ausbildung“

Moderation zum Thema „Zukunft durch Ausbildung“

Im beeindruckenden Meistersaal der Handwerkskammer zu Berlin moderierte ich eine hoch spannende Fachtagung zu den Themen: „Wie finden wir geeignete junge Menschen für eine Ausbildung? Wie kann es gelingen, dass die Heranwachsenden ihren Weg in für sie passende Berufe finden? Und was machen wir mit denen, die eine Ausbildung abbrechen, damit sie nicht frustriert ins Berufsleben starten und so vielleicht sogar für den Arbeitsmarkt verloren gehen?“. Gute Fachkräfte sind das „A und O“ für den Wirtschaftsstandort Deutschland und daher haben sich hier der

 „Zentralverband des Deutschen Handwerks“ (ZDH) und der „Deutsche Industrie- und Handelskammertag“ (DIHK) sowie der „Bundesverband der Freien Berufe“ (BFB) zusammengeschlossen, um auch mit Unterstützung des „Bundesministerium für Bildung und Forschung“ (BMBF) und der „Bundesagentur für Arbeit“ Bildungsketten so zu gestalten, dass sich erfolgreiche Erwerbsbiografien darauf aufbauend entwickeln können.

Heraus gestellt hat sich vor allem, dass ehrenamtliche Ausbildungs- und Berufsbegleiter dabei ein großer Schatz sind. Ältere Frauen und Männer, die meist schon ein erfülltes Berufsleben hinter sich haben und dann helfen können, zum Beispiel einen guten schulischen Abschluss zu schaffen oder eine gute Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch oder sie unterstützen aktiv bei Prüfungsvorbereitungen. Auf die Bedeutung dieser Initiativen wies auch Holger Schwannecke hin, Generalsekretär des ZDH sowie Christian Luft,   Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Dr. Achim Dercks, stellv. Hauptgeschäftsführer beim DIHK, betonte, dass die  Rahmenbedingungen der berufliche Bildung zunehmend schwierig werden, denn immer mehr junge Menschen streben an die Hochschulen, so können viele Ausbildungsplätze gar nicht besetzt werden. Der Senior Experten Service (SES) kennt noch ganz andere Hürden. Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund oder Geflüchtete, die schon allein sprachlich Mühe haben, den Anschluss zu schaffen. Da ihre Familien sie meist kaum unterstützen können, sind hier die ehrenamtlichen Kräfte besonders wichtig. Und sie führen ganz nebenbei zu einer besseren Integration, weil sich beide Seiten kennenlernen und miteinander ins Gespräch kommen. Bislang sind beim SES fast 13.000 Fachleute registriert und bereit, sich in ihrem Fachgebiet ehrenamtlich zu engagieren – im In- und Ausland. Sie geben eine aktive Begleitung für die Schule, aber auch bei persönlichen Problemen sowie bei der Berufswahlentscheidung. Und auch über die ausbildungsbegleitenden Hilfen der Arbeitsagentur gibt es Förderung: die reichen von der Nachhilfe (auch in Deutsch) über die Unterstützung bei Alltagsproblemen bis hin zu vermittelnden Gesprächen mit Ausbildern, Lehrkräften oder Eltern. All das hilft, um jungen Menschen eine bestmögliche Zukunft zu ermöglichen.