Moderation im Bundesministerium für Wirtschaft

Fotos © BMWi/Eriksson

Es ist mir immer wieder eine besondere Freude, für das BMWi zu moderieren – so wie auch neulich wieder anlässlich der KMU-Konferenz „10 Jahre Enterprise Europe Network – kurz EEN“. Der Hauptveranstaltung innerhalb der 10. Europäischen Woche für mittelständische und kleine Unternehmen, von denen es immerhin 23 Millionen gibt und nicht selten sind diese besonders innovativ. Sie sind das Schwungrad der deutschen Wirtschaft und stemmen (unter anderem) 85% aller neuen Arbeitsplätze. Diese KMU haben aber oft keine großen Konzernzentralen und auch keine großen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen und genau hier können das Wirtschaftsministerium und die EU unterstützend sein zum Beispiel bei der Vermittlung von Kooperationen zu Forschungseinrichtungen im In- und Ausland, beim Finden von Partnern oder der Erschließung von Märkten weltweit und ebenso bei Fragen zu möglichen Förderprogrammen.

Das Enterprise Europe Network (EEN) ist mit 600 Einrichtungen in mehr als 60 Ländern in und außerhalb der EU das weltweit größte Netzwerk von Informations- und Beratungsstellen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

In über 230.000 Partnerbörsen wurden inzwischen über 700.000 Geschäftskontakte geknüpft. Die 60 deutschen Partnerorganisationen (u.a. Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, Technologiezentren und Innovationsagenturen) helfen den KMU vor Ort potentielle Geschäftspartner zu finden, neue Produkte zu entwickeln und Zugang zu europäischen und Drittmärkten zu finden. Sie beraten in Bezug auf geistiges Eigentum, Patente, Normen und europäische Rechtsvorschriften und unterstützen auch mit Informationen zu aktuellen Gesetzgebungen und beim Zugang zu EU-Förderprogrammen.

Besonderer Gast an diesem Tag war Kristin Schreiber von der Europäische Kommission – dort Direktorin für Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU (GD „GROW“).

Sehr aufschlussreich und munter ging es dann in der Podiumsdiskussion zu. Zunächst mit den Vertretenden der Unternehmerseite, die von ihren Erfahrungen berichteten. Hier Dr. Alina Schick von der Visioverdis GmbH, die hochtechnologische Begrünungskonzepte vorantreiben und Florian Ruess von der Space Structures GmbH, die Ingenieur- und Beratungsleistungen anbieten vorwiegend Hard- und Software-Produkte für Raumfahrtanwendungen sowie Dr. Roland Wernecke, Geschäftsführer der Feuchtmesstechnik GmbH in Potsdam. Sie berichteten, wie es zur Zusammenarbeit mit dem EEN kam, was sich daraus für sie entwickelt hat und was ihre nächsten Ziele und Herausforderungen sind. Ergänzt wurde das durch Jörg Büsel von der N-Bank Niedersachsen, der dort ein ENN-Netzwerk koordiniert.

Im Anschluss daran ließen sich zunächst die politischen Vertreter von den Teilnehmenden und mir befragen, so Dr. Sabine Hepperle, Abteilungsleiterin Mittelstandspolitik im BMWi und eben Kristin Schreiber von der Europäischen Kommission sowie auch Christina Heß von der IHK Rostock und Dr. Jonathan Löffler von der Steinbeis 2i GmbH.

Hier ging es um Themen wie Bürokratieabbau, Zugang zu Krediten und Fördermitteln oder generell um die Förderung von Unternehmergeist schon von Kindesbeinen an. Das EEN ist in jedem Fall ein Erfolgsmodell und wird deshalb wohl auch über 2020 hinaus weitergehen.

Und wie schön, wenn sich nach so einer inhaltsreichen Veranstaltung am Tag danach nochmal die Leiterin der Abteilung Grundsatzfragen der nationalen und europäischen Mittelstandspolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Marion Lemgau, per Mail meldet und schreibt “Ihnen auf diesem Wege nochmals ein herzliches Dankeschön für die patente und kluge Moderation, die sehr zum Gelingen unserer Konferenz beigetragen hat.”

So soll es sein :-))).

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