Moderation einer mehrtägigen Managementtagung

Foto © Daniel Schmitt/Spitzlicht

“Wasser, Energie und Entsorgung” – das sind nicht nur die großen Themen unserer Zeit, sondern auch von Veolia, einem Unternehmen mit ca 178.000 Mitarbeitenden weltweit. Unser Umgang mit unseren Ressourcen ist eine DER zentralen Zukunftsfragen, insofern waren diese Tage auch für mich als Moderatorin höchst informativ und interessant. Die Potentiale, die hier zu heben sind, betreffen vor allem die Energie-Effizienz und den Umgang mit Müll und Abfällen. Die können nämlich bei kluger Herangehensweise zu neuen Wertstoffen werden und demzufolge der Müllmann dann künftig zum Ressourcenentdecker und Schatzsucher transformiert. “Shaping Change – den Wandel gestalten” war die große Überschrift über den Managementtagen, die ich als roter Faden und deshalb im roten Kleid 😉 moderierte und bei denen es um die Neuausrichtung des Unternehmens für die Zukunft ging und somit um Strategie, Leadership und eben immer wieder um den Umgang mit Ressourcen und zwar in doppelter Hinsicht sowohl als neue Rohstoffe, die aus dem Abfall zurückzugewinnen sind als auch die Mitarbeiter als wichtige Ressource eines Unternehmens und dann wiederum als Ressourcenbotschafter für die Welt.

Tatsache ist, so, wie wir momentan leben und verbrauchen, bräuchten wir 5 Erden, vor allem weil auch die Menschen in den Entwicklungsländern verständlicherweise unseren Wohlstand anstreben. Es gibt aber aller Wahrscheinlichkeit nach nur unsere eine Welt und Umwelt und die sind unsere Lebensgrundlage und somit das Wertvollste, was wir haben.

Deshalb will Veolia auch künftig seinen Kunden -Kommunen und Industrie- innovative und nachhaltige Lösungen rund um Wasser, Energie und Entsorgung bieten und verfügt hier immerhin schon über 160 Jahre Erfahrung und hat damit die Fähigkeit zur Innovation insbesondere im Bereich neue Technologien bereits über Jahrzehnte gezeigt.

Anhand dessen formulierten dann auch Jean Marie Lambert, oberster Personalchef von Veolia, und Etienne Petit, Vorsitzender der Geschäftsführung Veolia Deutschland, ihre Botschaften über moderne Führung und Organisationsmodelle der Zukunft. Es ging darum, wie sich alte Denkweisen verändern lassen und wie wir lernen, immerfort und dabei vergnüglich weiter zu lernen, wie wichtig Vertrauen auch in Unternehmen ist und dass es “kontrollierte Eigenverantwortung” braucht.

Für mich als Moderatorin und Coach (www.angela-elis.de) war natürlich auch der Workshop zu “Führung und Kommunikation gestalten – neue Anforderungen, neue Formate? äußerst spannend, denn wir leben in einer Zeit des “Informationsoverkills” und da heißt es sortieren zu können und Kriterien für den Umgang damit zu entwickeln zum Beispiel, dass Relevanz wichtiger als Reichweite sein kann.

Letztlich ging es darum, Führungskräfte und Mitarbeiter neu zu motivieren, um Veolia als Marke zu stärken und auch als Arbeitgebermarke attraktiv zu halten im Kampf um kompetente Nachwuchskräfte.

Ein Höhepunkt der Managementtage war die Keynote von Prof. Jens Weidner, der nicht nur Kriminologie und Sozialisationstheorie an der Fakultät für „Wirtschaft und Soziales“ an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg lehrt, sondern auch einer DER Aggressionsexperten ist und mit seinem “Institut für konfrontative Pädagogik” jährlich an die 2.500 Schlägertypen behandelt. Er zeigte zum einen auf, wie man mit Gewaltbereitschaft umgehen oder aber -sozusagen als Gegenmittel- sanfte Manager angriffslustiger machen kann, zum anderen war sein Thema bei der Tagung in Berlin „Optimismus” und warum man mit positiven Emotionen weiter kommt als andere. Selten habe ich bei einer Unternehmensveranstaltung so viele Teilnehmer so herzlich lachen gesehen und selber Tränen gelacht. Ein guter Start also in eine erfolgreiche Zukunft und neben den großen Themen “Ressourcen- und Energieeffizienz” eine wunderbare Grundlage, um wettbewerbsfähig zu sein und damit erfolgreich.