Moderation Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik

Foto 12. NSP Kongreß Frankfurt am Main © Milena Schlösser, BMI

Zukunftswelten: Mensch – Stadt – Land

Auch in diesem Jahr und bereits zum wiederholten Mal moderierte ich den  Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik, der 2018 unter dem Motto stand: „Gemeinsam in sozialer Verantwortung für Stadt und Land“. Die Themen, um dies es dabei ging: Bezahlbares Wohnen (als einer der Schwerpunkte im Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregiering), Förderung der Attraktivität von Stadt und Land und Initiativen zu deren zukunftsorientierter Entwicklung sowie die dafür nötigen Investitionsprogramme. Klar wurde, Stadtentwicklungspolitik und die Förderung des ländlichen Raums sind wichtige Steuerungselemente für gutes Leben und den Zusammenhalt in der Gesellschaft.

Jeder 2. Mensch lebt heute schon in der Stadt. Die Forschung spricht inzwischen von uns als „urban species“. Gedrängt auf knappem Raum bieten Städte vielfältige Möglichkeiten zum Arbeiten und Leben, bedeuten aber auch Lärm, Luftverschmutzung, viel Verkehr und Taktungsstress.

Dies alles beschäftigt den seit 2006 jährlich stattfindenden Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik, der mit rund 1.500 Teilnehmenden sowie Gästen aus Europa und Übersee (zum Beispiel aus den USA, Südafrika, Ecuador, Chile oder Indien) eine Plattform zum intensiven Austausch bietet.

Auch dieses Jahr fand der Bundeskongress erneut an einem sehr besonderen Ort statt, der Frankfurter Paulskirche, wo von 1848 bis 1849 die erste frei gewählte Volksvertretung der deutschen Lande tagte, sozusagen das erste Parlament. Neben dem Hambacher Schloss ist die Paulskirche deshalb DAS Symbol für die deutsche Demokratiegeschichte. Im 2. Weltkrieg ausgebrannt, wurde sie danach als erstes historisches Gebäude Frankfurts wiederaufgebaut und zum 100. Gedenktag der Nationalversammlung 1948 als Haus aller Deutschen wiedereröffnet. Seitdem dient das imposante Rundgebäude nicht mehr als Kirche, sondern ist Ausstellungs- und Veranstaltungsort. Vielen bekannt durch die jährliche „Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels“ im Rahmen der Buchmesse.

Vertreter von Bund und Land kamen zum 12. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik, so der Ministerpräsident des Landes Hessen, Volker Bouffier oder Marco Wanderwitz, Parlamentarischer Staatssekretär aus dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat.

Sie sprachen über sozialen Wohnungsbau und die verbesserungsbedürftige Bodenpolitik in Städten und Kommunen, über das Bauplanungsrecht, Modernisierung und Digitalisierung sowie die Städtebauförderung und welche Unterstützung Städte und Gemeinden konkret benötigen für die Umsetzung der politischen Vorhaben bis 2021.

Interessant dann auch der Vortrag von Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin unter der Überschrift „Die Ethik der Stadt“, der als einer der renommiertesten Philosophen in Deutschland gilt. Und ebenso spannend die Keynote von Prof. Edgar Pieterse, Direktor des „African Centre for Cities“ an der Universität Kapstadt, der internationale Perspektiven der Stadtentwicklung aufzeigte und über die Herausforderungen in afrikanischen Städten sprach.

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