Energie, Mobilität, Wirtschaft und Kultur – Zukunftsthemen für Stadt und Land

Wer sich mit der Zukunft von Energieversorgung, Mobilität, Wirtschaft und Gewerbe sowie auch Kultur und Tourismus beschäftigt, steht vor gigantischen und komplexen Herausforderungen, denn auch hier stellt die Digitalisierung das Gewohnte in Frage – ist zugleich Bote für neue Möglichkeiten, aber auch für die Zunichtemachung dessen, was nicht mehr zeitgemäß scheint.

Immer klarer wird, dass diese Herausforderungen nur durch Zusammengang und Vernetzung zu bewältigen sind, indem man über den eigenen Tellerrand hinaus schaut und künftig z.B. eher in (europäischen) Metropolregionen denkt. Wirtschaft und Politik, Stadt und Land, Verantwortliche und Bewohner müssen gemeinsam eine Standortbestimmung angehen, Bedarfe und Bedürfnisse ermitteln und anhand der vorhandenen Ressourcen festlegen, was künftig zu tun oder aber zu lassen ist.

Bilanz ziehen, Rückblick und Ausblick waren daher auch Inhalt der Regionalplanertagung, die im exotischen Ambiente zwischen Mekong (Asien) und Gondwanaland (Afrika) des Leipziger Zoos stattfand und wo ich zum ersten Mal zwischen zwei Lamas zum Moderieren kam, die an ihrer Bereitwilligkeit zu spucken und auszuschlagen keinen Zweifel ließen. Da hieß es, Abstand halten! 😉

Leipzig war ein prima passender Ort für die benannten Zukunftsfragen, bei denen es doch vor allem darum geht, im Wandel Schritt halten zu können. Hat doch gerade auch Sachsen in den letzten 25 Jahren eine beachtliche Entwicklung hingelegt und Erfolgsgeschichten geschrieben. Vom heruntergewirtschafteten DDR-Kohle- und Chemiestandort hin zum pulsierenden Knotenpunkt in Mitteldeutschland zwischen Flughafen, DHL, Porsche und BMW sowie einer florierenden Kunst- und Kulturszene und wunderschönen Naherholungsgebieten wie die Leipziger Seenlandschaften mit attraktivem Kanupark.

So waren dann auch Vertreter von Ministerien, Unternehmen, kommunalen Verbänden, Universitäten oder Landkreisen mit Vorträgen und in den Podiumsdiskussionen die Impulsgeber für die drängenden Zukunftsfragen. Ob nun “wachsen” oder “schrumpfen” angesagt sind – beides geht nur mit entsprechenden Anpassungsstrategien, wie auch der Direktor des Deutschen Instituts für Urbanistik nochmal hervorhob. Und das gilt natürlich auch für die Folgen des Klimawandels – immerhin ist auch Mitteldeutschland von Hochwasserkatastrophen bedroht.

Da ich regelmäßig zu diesen Themen moderiere, macht es mir besondere Freude, wenn es um die Zukunft geht, am Ball zu bleiben.