Demokratiekongress –
Frische Ideen für Politik und Gesellschaft

Sich auf einer Bananenkiste vor`s Brandenburger Tor in Berlin stellen und eine mitreißende politische Rede halten. Genau dort, wo hunderte Touristen aus aller Welt mit ihren Kameras umherlaufen und eher an Schnappschüssen interessiert sind als an Polit-Parolen.
Dem hat sich Theresa Hein (www.instagram.com), 22 Jahre alt, dennoch ausgesetzt und konnte so hautnah erleben, was es bedeutet, Menschen für sich zu begeistern und von den eigenen Ideen zu überzeugen.
Das Ganze war Teil eines Wettbewerbes um “Germanys next BundeskanzlerIn” (facebook.com und gnbk.de), bei dem es Theresa immerhin unter die letzten Fünf schaffte. Gewonnen hat dann aber am Ende ein junger Mann namens Julius Freund.
Das alles erzählte Theresa mir auf dem “Demokratiekongress” der KAS (www.weser-kurier.de) in Bremen vor 160 Schülerinnen und Schülern, die sich einen ganzen Tag lang mit dem Thema “Demokratie” auseinandersetzen sollten.
Freimütig erzählte dabei Theresa zunächst von ihren politischen Erfahrungen im Stadtbezirksrat von Hannover und mit ihrer Partei der CDU. Es brauche vor allem Sitzfleisch und Anwesenheit, um gehört und akzeptiert zu werden und das passt nicht so recht zu einer jungen, unternehmenslustigen Frau. Hier sind die “Alteingesessenen” wohl eher im analogen Zeitalter stecken geblieben als schon in der modernen Onlinewelt angekommen, in der man jeden überall teilhaben lassen kann.
Weiter ging es an diesem Kongresstag dann mit Workshops zu “Demokratie – repräsentativ oder direkt”, “Soziale Medien als Jungbrunnen der Demokratie” und “Populismus und Extremismus”.
Es war erstaunlich, wie offen, neugierig und diskussionsfreudig die jungen TeilnehmerInnen (12-18 Jahre alt) waren und wie differenziert sie dann unter Anleitung von Politikwissenschaftlern zu argumentieren lernten.
Demokratie kann also anregend und lebendig sein, auch wenn sie eine anstrengende Staatsform ist, weil sie verantwortliches Mitdenken und Mitgestalten verlangt.