Blog Zukunftskompetenzen durch Ayurveda

Zukunftskompetenzen durch Ayurveda

In einer Welt, die uns täglich mit Info-Müll und Belanglosigkeiten attackiert, in der es Menschen gibt, die Interesse daran haben, dass wir zu Konsumenten und nützlichen Idioten verkommen, in der die Taktung hoch ist und wir in immer kürzerer Zeit immer mehr bewältigen sollen, brauchen wir als Zukunfskompetenz die Fähigkeit, gute Balance halten zu können (übrigens auch ein Grundpfeiler der Resilienz – s.a. Infos auf meiner Website).

Es braucht die Fähigkeit zur Balance, um mit all dem, was täglich auf uns einströmt, umgehen zu können und in den ständigen Herausforderungen und Veränderungen emotional ausgeglichen zu bleiben.
Diese Fähigkeit kommt aber nicht mit einem Fingerschnipp daher oder per Mouseklick. Sie wird nicht angeliefert und fällt auch nicht vom Himmel. Und haben wir erstmal bestimmte Gewohnheiten etabliert (Kaffee, Zigaretten, Alkohol oder Workohol, sozusagen als Ersatzbefriedigungen, um von unerwünschten Gefühlen abzulenken) und dazu auch noch festgefahrene (Verhaltens-)Muster entwickelt (je nach Typ bei Stress dann Angriff, Flucht oder Todstellen) ist es umso schwerer, in die eigene lebendige Balance zurückzufinden.
Genau hier hilft Ayurveda und ist eine wunderbare Quelle, aus der jede Menge neue Energie sprudeln kann.

Das erfahre ich gerade im Sitaram Retreat, einer medizinischen Einrichtung mitten in schönster Natur, sozusagen eine „Traumparadies-Klinik“, wo Heilkräfte aus verschiedensten Richtungen angeboten werden.
Da sind natürlich die wohltuenden Öl-Massagen, die den Körper entspannen und auf die Reinigungsprozedur vorbereiten, da ist das frisch gekochte und köstlich gewürzte Essen und da sind Angebote wie Yoga, Atemübungen oder Vorträge.
Kurzum, wer in das Sitaram nach Süd-Indien (Kerala) fährt und sich der medizinischen Betreuung von Dr. Vignesh Devraj und seinem Team überlässt, kann das Alte loslassen und entschleunigen. Und was mindestens genauso wichtig ist in einer Zeit, die uns mit iPhone und PC mehr und mehr von unseren Körperwahrnehmungen entfremdet und uns zu audio-visuellen Wesen mit Tippfingern degenerieren lässt, ist, den eigenen Körper durch Berührt- und Massiertwerden wieder neu zu entdecken – nicht zuletzt als innere Apotheke, die uns heilen oder gesundseinlassen kann, wenn wir nur bereit sind, auf uns und unseren Lebensstil zu achten.
Es braucht schon Bewusstwerdung, Klarheit und Entschiedenheit, um das, was Ayurveda bietet, dann auch in den westlichen Alltag transferieren und integrieren zu können.
Aber Dr. Vignesh Devraj, Ayurveda-Arzt in vierter Generation und Gründer des Sitaram, mit dem ich während meiner Zeit in Indien etliche, sehr inspirierende Gespräche führen konnte, hat eine Vision für die Zukunft. Er sagte mir, dass wir in einer Welt leben, in der die meisten Krankheiten heilbar sind. Zum einen, weil unsere medizinisch-technischen Entwicklungen wahre Wunderwerkzeuge zu bieten haben, so dass die meisten von uns lange und glücklich leben könnten. Könnten, denn die Zivilisationskrankheiten wie Depression, Schlaflosigkeit, Übergewicht, Diabetes oder Herz-Kreislauferkrankungen nehmen durch die moderne Art zu leben zu und hier hilft -zum anderen- tatsächlich Ayurveda, was durch viele Heilungserfahrungen immer wieder bestätigt wird.
Es gilt also, das Beste aus beiden Welten zu verbinden.
Und ganz nebenbei: In einer Welt, in der Probleme sichtbar werden, die den Horizont und die Möglichkeiten einzelner weit übersteigen (Klimawandel, Ressourcenabbau, Digital- und Finanzmonopole usw.), braucht es so und so den globalen Zusammengang.
Indien mit seinen Milliarden Einwohnern ist zwar mancherorts noch sehr arm und rückschrittlich, aber täuschen wir uns nicht. Es ist andererseits auch schon Vorreiter und das Potential dieser bunten, spirituellen und äusserst sinnlichen Kultur ist nicht zu unterschätzen.

Vorschau:
Demnächst kommen dann unsere Videos zu Ayurveda und das lange Interview mit Dr. Vignesh Devraj.