Blog Moderation “Denkfabrik Gesundheit”

Moderation „Denkfabrik Gesundheit“

Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr konnte ich jetzt den „THINK TANK Gesundheit“ moderieren, der im November seinen Höhepunkt finden soll mit der Verabschiedung einer „Herz-Kreislauf-Agenda 2020+“ und deren Übergabe an die Politik.

Hintergrund: Herz-Kreislauferkrankungen sind die Todesursache Nr.1, aber in der öffentlichen Wahrnehmung kaum bekannt. Die Hauptursachen sind dabei: belastender Stress, falsche Ernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht, Bluthochdruck.

Daher wurde im Dezember 2017 der Think Tank gegründet als Treiber eines wissenschaftlich fundierten, ergebnisorientierten Dialoges über Forschung, Prävention und Versorgung im Bereich der kardiovaskulären Erkrankungen.

Es geht um Austausch und Vernetzung sowie die Etablierung von Aufklärungs- und Präventionsmaßnahmen.

Neben der Präsentation der Ergebnisse aus den verschiedenen Arbeitsgruppen („Status Quo“, „Multiplikatoren“, „Öffentlichkeit“ und „Handlungsempfehlungen für die Politik“) gab es diesmal auch einen sehr spannenden Vortrag von Prof. Dr. Bernhard Badura, Mitgründer der „Fakultät für Gesundheitswissenschaften“ der Universität Bielefeld und Experte im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements über aktuelle Entwicklungen im Bereich der psychischen Gesundheit. Die Zahlen dazu sind erschreckend: Innerhalb von nur 10 Jahren hat sich die Zahl der Krankentage wegen psychischer Probleme in Deutschland mehr als verdoppelt (Anstieg von 48 Millionen im Jahr 2007 auf 107 Millionen im Jahr 2017. Der wirtschaftliche Schaden hat sich von 12,4 Milliarden auf 33,9

Milliarden Euro fast verdreifacht. Auch die Renteneintritte wegen verminderter Erwerbsfähigkeit aufgrund psychischer Störungen stiegen in diesem Zeitraum von rund 53.900 auf 71.300. Das größte Problem ist übrigens interessanterweise nach Prof. Badura die mangelnde Sinnhaftigkeit im Arbeitsleben, dichte Arbeitsabläufe und Stress alleine sind nicht zwangsläufig schädlich. Vielmehr müssen die sozialen Grundbedürfnisse für die Arbeitnehmer befriedigt sein, damit sie sich am Arbeitsplatz wohlfühlen und ihre Leistungen abrufen können, so z.B. auch das Bedürfnis nach Zugehörigkeit, Anerkennung und Sicherheit.

Einen Ausblick in moderne Netzwerkarbeit im digitalen Zeitalter und eine zeitgemäße Gesundheitspolitik gaben dann die Vertreter des noch recht jungen Vereins „Hashtag Gesundheit“. Zunächst nur als Initiative von jungen Berufstätigen und Studierenden aus den Bereichen Pflege, Medizin und Ökonomie gestartet, etabliert sich die Plattform gerade als einer der Treiber bei Gesundheitsfragen – der Link https://hashtag-gesundheit.de/

Nächster Termin für die Denkfabrik ist nun der 27. November mit der feierlichen Übergabe der „Herz-Kreislauf-Agenda 2020+“.