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Die neue Sendung zu „Kopfschmerzen und Migräne“ 

„Wenn es losgeht, setzt alles andere aus … “ – so beschreiben es Betroffene, wenn  Kopfschmerzen und Migräne einsetzen. Allein in Deutschland leiden ca. 12 Millionen Menschen darunter und täglich sind dadurch Hunderttausende leidend und arbeitsunfähig. Doch obwohl Migräne eine schwerwiegende Volkskrankheit ist, fristet sie ein Schattendasein. Deshalb soll es genau darum in einer meinen nächsten Sendungen gehen. Denn Unwissenheit und Unverständnis führen schnell zu einem sozialen Stigma und die Beschwerden werden als „Ausrede” oder “Verweigerungshaltung” abgewertet. Wie sich diese Erkrankung anfühlt, weiß mein Gast Lucia Gnant, Präsidentin der MigräneLiga, die selbst seit über 40 Jahren die Symptome der Migräne kennt, diese aber seit 15 Jahren gut „im Griff hat“, wie sie betont. Ihr zur Seite bringt der Kopfschmerzexperte Prof. Dr. Uwe Reuter von der Charité Berlin seine Erkenntnisse und Erfahrungen ein. Er stellt verschiedene Therapieoptionen vor und spricht auch zu den Begleiterscheinungen wie Depressionen oder Angststörungen. Auch die sozialen Folgen sind für Patienten, die an schwerer Migräne leiden enorm. Obwohl sie meist besonders bemüht sind, Leistungsfähigkeit zu zeigen, befinden sie sich an mindestens 15 Tagen im Monat in der Vorphase oder der akuten Phase einer Migräneattacke und können dann keine Freunde treffen, nicht ins Theater oder Fußballstadion gehen, sich nicht mit ihren Familien beschäftigen. Kurzum: Sie können kaum noch ein normales Leben führen. Auch müssen Betroffene befürchten, wegen der hohen Anzahl an Krankheitstagen mittelfristig ihre Arbeitsstelle zu verlieren. Die gute Nachricht ist, Kopfschmerzen und Migräne lassen sich durch das eigene Verhalten eindämmen – z.B. durch regelmäßige Mahlzeiten, viel Bewegung, ausreichend Schlaf und Entspannung statt Stress.